Esther Kinsky zum 70. : Man sieht mehr vom Rand als aus der Mitte

In der Welt ist sie herumgekommen, aber ankommen will sie nirgendwo, weil es sich in der Fremde aufmerksamer schreiben lässt. Zum siebzigsten Geburtstag der Schriftstellerin Esther Kinsky.
„Was ist ein Erdbeben?“, fragte Esther Kinsky vor vier Jahren in ihrem Roman „Rombo“. Und antwortete darauf: „Ein Erdbeben ist doch, als bewegte sich etwas Gewaltiges im Traum. Oder als wäre einem Riesen nicht wohl im Schlaf. Und das Erwachen ist eine neue Ordnung der Dinge in der Welt.“ Den Schrecken in solche Formulierungen und Bilder kleiden, das ist Literatur.
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