FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Besondere Vorkommnisse :
Krieg und Frieden

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Welche Ziele hat Putin? Eine Diskussion in der Berliner Kulturmarkthalle zeigt, wie man besonnen über den Krieg in der Ukraine reden kann.

Eine ehemalige Kaufhalle zwischen den Plattenbauten von Prenzlauer Berg Ost, Mittwoch am frühen Abend, es ist bereits stockdunkel. Hier wird der Ukrainekrieg so wenig entschieden wie in Thüringen oder Sachsen. Aber in der ehemaligen Kaufhalle ist Licht, sie ist heute eine „Kulturmarkthalle“, und Anwohner diskutieren über Krieg und Frieden. „Wertschätzende Kommunikation“ wird vorsorglich angemahnt, aber in Wirklichkeit fällt in den kommenden Stunden kein einziges wütendes Wort. Dabei ist das, was da in nüchternem und wertschätzendem Ton vorgebracht wird, von kaum zu überbietender Dramatik. Christina Catherine Krause, die Leiterin der Abteilung internationale Politik und Sicherheit der Konrad Adenauer-Stiftung, sagt, sie würde sich wünschen, „dass wir noch viel mehr tun“, also viel mehr Waffen liefern, damit „die Lage ein für alle Mal geklärt wird“ und Putin vor den internationalen Strafgerichtshof kommt. Das ist ein Echo des bis in die CDU und die Grünen-Partei hinein zu vernehmenden Rumorens, das den jetzigen Krieg mehr oder weniger offen mit dem Sturz des Hitler-Regimes im Zweiten Weltkrieg vergleicht.

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