Reformationsjubiläum : Gauck und sein Luther

Der Bundespräsident veranstaltet im Schloss Bellevue einen „Martin -Luther-Abend“. Es gibt Musik, Vorträge und Häppchen. Doch was ist der tiefere Sinn des Ganzen?
Was er „von Staats wegen“ zum Reformationsgedenken zu sagen habe, das habe er bereits mitgeteilt, in Interviews etwa oder in seiner Rede beim Festakt im Konzerthaus. Diesmal, so fuhr der Bundespräsident vorgestern bei einem „Martin Luther-Abend“ im Schloss Bellevue fort, gehe es um einen anderen Zugang: Luther sollte, so hatte es Joachim Gauck vorgesehen, mit der Renaissance-Musik seiner Zeit im Amtssitz des Staatsoberhauptes präsent werden (man lauschte erlesenen lutheresken Darbietungen der „Capella de la Torre“, des Vokalensembles „Amarcord“); er sollte mit Bildern des Malers Michael Triegel ins Bellevue einziehen, mit einem Vortrag des Luther-Biographen Heinz Schilling sowie mit Forellen-Rillettes, dem bei Luthers Schlemmertafeln üblichen kalorienreichen Brotaufstrich, diesmal zubereitet vom Bellevue-Koch Jan-Göran Barth als Häppchen für den spätabendlichen Empfang nach dem gewissermaßen liturgischen Teil dieser bundespräsidialen Luther-Reverenz.






