Krim-Krise - was sagt die Spieltheorie? :
„Das ist für Putin eine Einladung weiterzumachen“

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Barack Obama und Wladimir Putin beim G8-Gipfel in Enniskillen, Nordirland.
Barack Obama und Wladimir Putin beim G8-Gipfel in Enniskillen, Nordirland.AP

Welche Optionen haben die Konfliktparteien in der Krim-Krise? Ist ein Krieg um die Ukraine denkbar? Der Max-Planck-Forscher und Spieltheoretiker Manfred Milinski deutet die Entscheidungen der Staatschefs und deren Optionen.

Herr Milinski, wie kann das Verhalten der beiden Seiten in des Krim-Konflikts, der Westen auf der einen und Putin auf der anderen Seite, mit spieltheoretischen Modellen erklären?
Wenn man davon ausgeht, dass alle rationale Spieler sind und eine Kosten-Nutzen-Analyse ihrer Optionen gemacht haben, dann ist Präsident Putin offenbar zu dem Schluss gekommen, dass sein Nettogewinn höher ist, wenn er die Krim annektiert, eingerechnet der Strafszenarien, die Europa und Amerika für den Fall angekündigt haben. Daraus kann man schlussfolgern, dass die Strafszenarien nicht stark genug waren.
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