Abschiedsvorlesung :
„Vorne ist ziemlich viel Nebel“

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Hans Werner Sinn: Talkshow-Gast, Bestseller-Autor und populärer Wissenschaftler.
Hans Werner Sinn: Talkshow-Gast, Bestseller-Autor und populärer Wissenschaftler.Frank Röth

Mit 36 wurde Hans-Werner Sinn Professor, später rettete er das Ifo-Institut: Er gilt als einer der führenden Ökonomen des Landes. Jetzt hat er sich mit einer großen Vorlesung in den Ruhestand verabschiedet.

Drei Monate vor seiner Pensionierung hat Ifo-Chef Hans-Werner Sinn seine Abschiedsvorlesung an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) gehalten. „Ich möchte Ihnen heute einen Rückblick geben, denn nach vorne ist ziemlich viel Nebel“, sagte Sinn zu Beginn seines knapp 90-minütigen Vortrags. Vor gut 800 Gästen gab der 67-Jährige am Montagabend einen Überblick über ein halbes Jahrhundert Wirtschaftsgeschichte - vom Wettbewerb der Systeme über den Ausbau des Sozialstaats bis zum Euro.

Seinen Rückblick verknüpfte Sinn mit Momenten aus dem eigenen Leben - etwa als er an den Beginn seiner Studienzeit erinnerte oder ein Foto seiner Frau an der Berliner Mauer aus dem Januar 1990 zeigte. Ende März geht Sinn in den Ruhestand, wird bis dahin aber weiter Vorlesungen an der LMU halten und öffentlich auftreten. Sein Nachfolger an der Spitze des Ifo Instituts wird der Mannheimer Wirtschaftsprofessor Clemens Fuest.

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Sinn wurde mit 36 Jahren Professor in München. 1999 wurde er als Retter an die Spitze des Ifo Instituts gerufen und führte es in die Liga der Top-Institute. Heute gehört er zu den bekanntesten Ökonomen des Landes. Gerade erst wurde er vom Deutschen Hochschulverband zum „Hochschullehrer des Jahres“ gekürt.

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