Klassiker als Lektüre : Ohne Goethes „Faust“ kein Abitur

Die Lektüre klassischer Literatur ist an den hessischen Gymnasien wieder unbestrittener Standard. Dazu trägt auch das Landesabitur bei.
Auch in den achtziger und neunziger Jahren waren die großen Werke der Weimarer Klassik in den Gymnasien präsent. Allerdings konnte es schon vorkommen, dass ein Lehrer zugunsten Bölls auf Fontane und für Handke auf Lessing verzichtete. Die modernen, kritischen Autoren hätten den Schülern mehr zu sagen als die verstaubten Klassiker, hieß es zur Begründung. Dagegen erhob sich Protest: Die Lehrer der Achtundsechziger-Generation enthielten den Schülern das literarische Erbe vor, hieß es. Die Frankfurter Schuldezernentin Jutta Ebeling (Die Grünen), selbst eine Lehrerin aus alternativem Milieu, stellte allerdings schon damals klar: „Kein Schüler darf eine Frankfurter Schule verlassen, ohne dass er einmal mit dem Werk Goethes in Berührung gekommen ist.“





