Bryan Ferry : Ein Banjo für den Gentleman-Rocker

Bryan Ferry überrascht in Niedernhausen mit seinen alten, nun im Dixie- und Ragtime-Stil präsentierten Hits.
Wie soll das funktionieren: Bryan Ferrys Klassiker, Stücke wie „Avalon“, „Don’t Stop the Dance“, „Slave to Love“ und andere Elementarteile der Allzeit-Hitparaden umarrangiert zu Dixie- und Ragtime-Nummern? Auch nach dem Konzert des britischen Gentleman-Rockers in Niedernhausen hat man auf diese Frage keine Antwort, weiß aber jetzt: Es funktioniert. Berauschend gut sogar. Für sein aktuelles Album „The Jazz Age“ hat Ferry acht Musiker zu einem Orchester zusammengestellt, das seine Kompositionen spielt, als stammten sie aus den Zwanzigern und Dreißigern des vergangenen Jahrhunderts. Auf ihrer Tour durch England und den Kontinent macht die Truppe nur zweimal Station in Deutschland: Einen Tag nach einem Auftritt in Berlin hat es sie in die Abgeschiedenheit der Taunushügel verschlagen. Dort erweist sich das von außen so abweisende graue Rhein-Main-Theater im Inneren als sehr geeigneter, für diese Art von Musik genau richtig dimensionierter Ort.




