TV-Doku aus Nordkorea : Die Tränen der Revolution

Er sollte nach einem Drehbuch des Regimes arbeiten, doch das tat er nicht: Vitalij Manskijs Dokumentarfilm über das gute, schöne, nicht ganz so wahre Leben in Nordkorea ist eine kleine Sensation.
Bei seiner hemdsärmeligen Forderung nach einem Blasphemieverbot in Deutschland hat der Schriftsteller Martin Mosebach vor vier Jahren angemerkt, dass die Zensur „der Entstehung von Kunst höchst förderlich gewesen“ sei. Ingo Schulze, der die diesbezüglichen Verrenkungen in der DDR noch hautnah miterlebt hat, antwortete mit einer bitteren Satire, aber es bleibt ein verführerischer Gedanke, die Zensoren einmal als Mitschöpfer von Kunstwerken anzusehen, und sei es nur, weil ihre Arbeit dazu anstachelt, subtiler zu werden, doppeldeutiger, trickreicher.





