Trojaner im Kanzleramt :
„Jeder Geheimdienst versucht, uns zu hacken“

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Von Hackern durchleuchtet? Das Bundeskanzleramt, aufgenommen mit einer Thermobildkamera
Von Hackern durchleuchtet? Das Bundeskanzleramt, aufgenommen mit einer Thermobildkameradpa

Wie gefährlich ist der Trojaner-Angriff auf die Bundesregierung? Für den Sicherheitsexperten Felix von Leitner ist das Schadprogramm „Regin“ Symptom eines Marktes, der außer Kontrolle geraten ist. Ein Gespräch.

Wie überrascht sind Sie über den mutmaßlichen Trojanerangriff auf die Bundesregierung?
Felix von Leitner: Überhaupt nicht. Trojaner wie „Regin“ sind für alle Leute, die Computer benutzen, ein Problem. Technisch ist „Regin“ gar nicht so interessant, zumindest nicht, wie er auf andere Rechner gelangt. Das passiert einfach, indem man irgendwo draufklickt. Der Trojaner Stuxnet zum Beispiel war damals so gefährlich, weil er relativ neue Lücken und Bugs ausgenutzt hat; er konnte Rechner ohne die Mithilfe des Nutzers infiltrieren. „Regin“ gelangt auf ganz altmodische Art auf den Computer, etwa indem man einen verseuchten USB-Stick benutzt. Bei „Regin“ liegt der Fokus darauf, sich auf dem System zu verstecken, und diejenigen, die herausfinden wollen, was vorgeht, zu täuschen.
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