„Cry Baby“ am Deutschen Theater :
Zwanglos drauflos

Von
Irene Bazinger
Lesezeit:
Die Klingen kreuzen: Bernd Moss und Sophie Rois in René Polleschs „Cry Baby“
Die Klingen kreuzen: Bernd Moss und Sophie Rois in René Polleschs „Cry Baby“Marcus Lieberenz/bildbuehne.de

Souverän als Autor und als Regisseur: Es scheint, als habe René Pollesch mit seinem fröhlich-klugen Diskurstheater beste Chancen, auch am Deutschen Theater zum Publikumsliebling zu werden.

Schlafes Bruder ist der Tod, aber so ernst wird René Pollesch in seinem neuen Stück „Cry Baby“ nicht: Der Schlaf ist hier als konsequente Verweigerung von Aktivitätsdrang und Verpflichtungen aller Art einfach eine sehr angenehme Existenzweise. Wer schläft, sündigt nicht und kann dabei trotzdem unzensiert seinen Wünschen folgen. Zu solchen Phasen beherzt unökonomischer Weltabgewandtheit zählt Pollesch außerdem den Tagtraum oder das Schlafwandeln, weshalb immer wieder auf Heinrich von Kleists Schauspiel „Prinz Friedrich von Homburg“ verwiesen wird. Besagter Prinz wand sich nachts im Garten bekanntlich einst einen Lorbeerkranz, um sich so selbst für ersehnten künftigen Ruhm auszuzeichnen. Mit einem Foto der lorbeerbekränzten Schauspielerin Sophie Rois warb das Deutsche Theater Berlin denn auch für diese Premiere, mit der man in die aktuelle Saison startete.

FAZ

Ohne Abo weiterlesen

Dies ist kein Abo. Ihre Registrierung ist komplett kostenlos, ohne versteckte Kosten.
Oder 3 Monate für 1 € pro Monat Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen erhalten und immer aktuell informiert bleiben.
Empfehlungen
Amy Winehouse (1983 bis 2011)
Amy Winehouse:
Sie war in Trouble

Vor zwanzig Jahren erschien das Album „Back To Black“ von Amy Winehouse. Es belebte den Soul neu und wurde zum Vermächtnis der Frühverstorbenen. Nun erinnert eine Sonderausgabe an Liedzeilen, die keiner vergisst.

Jan Wiele
Stellenmarkt
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Stellenmarkt
Koordinator (m/w/d) MD-Management in Voll- oder Teilzeit
Klinikum Dritter Orden München-Nymphenburg
Zum Stellenmarkt
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Stellenmarkt
Zum Stellenmarkt
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Stellenmarkt
Zum Stellenmarkt
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Stellenmarkt
Pflegefachkraft (m/w/d)
Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Zum Stellenmarkt