Schriftstellerin Paula Fox tot : Eine Analytikerin ihrer selbst

Die amerikanische Schriftstellerin Paula Fox wurde berühmt, geriet in Vergessenheit und wurde wiederentdeckt. Sie war eine Meisterin des Dialogs. Nun ist sie im Alter von 93 Jahren gestorben. Ein Nachruf.
Paula Fox erlebte zwei Phasen literarischen Ruhms. Die erste kam Anfang der siebziger Jahre, als die 1923 geborene Autorin zwar schon ein halbes Dutzend Kinderbücher und 1967 den Roman „Poor George“ geschrieben hatte, aber dann mit „Desperate Characters“ (auf Deutsch als „Was am Ende bleibt“ erschienen), dem beklemmenden Kammerspiel einer scheiternden Ehe, jenes Buch veröffentlichte, das ihr in den Vereinigten Staaten den Durchbruch sicherte. Ein Jahr später wurde der Roman mit Shirley MacLaine in der Hauptrolle verfilmt, und 1972 publizierte Paula Fox mit „Western Coast“ (auf Deutsch „Kalifornische Jahre“) ein weiteres Opus magnum, in dem sie auf der Grundlage von eigenen Erlebnissen das Psychogramm einer jungen Amerikanerin in den Jahren des Zweiten Weltkriegs zeichnete. Dann war die erste Erfolgswelle schon wieder vorbei, wobei sie 1978 noch den Hans-Christian-Andersen-Preis verliehen bekam, die wichtigste internationale Jugendbuchauszeichnung. Doch als Romanautorin fürs erwachsene Publikum schien ihre Zeit vorbei.





