Finanzielle Altersabsicherung : Ist Riester doch noch zu retten?

Die Altersvorsorge mit staatlicher Förderung hat einen schlechten Ruf. Politiker schieben den Schwarzen Peter den Anbietern zu. Nun lässt ein Vorschlag aus der Branche aufhorchen.
Die Debatte über die Altersvorsorge der vergangenen Jahre hat in weiten Teilen der Bevölkerung diesen Eindruck hinterlassen: Die Riester-Reformen mögen gut gemeint gewesen sein, doch am Ende haben von der staatlichen Förderung vor allem Finanzvertriebe profitiert. Viele Kunden lassen Riester-Verträge ruhen, weil sie frustriert von der in Aussicht stehenden Rendite sind und sie sich im Dickicht der Regelungen verheddert haben. Teile der Regierungskoalition haben sich klar von den damaligen Reformzielen abgesetzt. Außer ihrem Erfinder, dem ehemaligen Bundessozialminister Walter Riester (SPD), gibt es kaum Verteidiger. Wenn sie sich positiv über das System äußern, ist der Korruptionsvorwurf nicht weit. Riester wird angegriffen, dass er nach dem Ausscheiden aus dem Amt Honorare für Vertriebsschulungen bezogen hat.
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