Kathleen Stock : Gefühle regieren
Gedanken zur Einlassung der britischen Philosophin Kathleen Stock zur Rhetorik der Sterbehilfe.
Es gibt zwei Wege, diese Kolumne zu beginnen. Wer deutschsprachige Ethikdebatten verfolgt, wird die kluge Intervention der britischen Philosophin Kathleen Stock zur Frage der Sterbehilfe vom 3. April, publiziert auf der britischen Blogplattform UnHerd, mit einer gewissen Überraschung lesen. Hat Stock mit feministischen Argumenten für die Unverzichtbarkeit der Unterscheidung von „Frau“ und „Mann“ nicht vor allem die geschlechterpolitische Diskussion durcheinandergewirbelt? Tatsächlich setzt Stock, die ihre Professur an der University of Sussex wegen der Anfeindungen durch Aktivisten aufgab, sich jedoch auch mit anderen, biopolitischen Themen auseinander, hier nun: der Rhetorik von Right-to-Die-Kampagnen.
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