Videospiele : Nintendo fehlen Halbleiter
Nintendo verkauft weniger Switch, weil die Mikrochips fehlen.
Der Mangel an Halbleitern hat das Quartalsergebnis von Nintendo getrübt, doch der schwache Yen hat die Belastung mehr als ausgeglichen. Nippons Spielspezialist verkaufte zwischen April und Juni 3,43 Millionen Videospielkonsolen des Typs Switch, 23 Prozent weniger als vor einem Jahr. Das Unternehmen begründete das unter anderem mit fehlenden Mikrochips. Der operative Gewinn sei um 15 Prozent auf 106 Milliarden Yen (779 Millionen Euro) gesunken, meldete Nintendo am Mittwoch. Der Umsatz ging um 4,7 Prozent auf 307 Milliarden Yen zurück. Der Überschuss aber stieg um 28 Prozent auf 119 Milliarden Yen, weil Nintendo fast 80 Prozent seiner Verkäufe im Ausland erzielt und der schwache Yen so das Finanzergebnis hebt. Nintendo hofft, dass sich die Versorgung mit Halbleitern bis Herbst verbessert. Die Videospielbranche ist zugleich davon getroffen, dass die Menschen mit dem Ende der Covid-Beschränkungen sich nicht mehr zu Hause mit Videospielen ablenken. Nintendos Konkurrent Sony hatte deshalb zuletzt seine Jahresprognose gesenkt. Nintendo behielt dennoch seine Gewinnprognose für das gesamte Geschäftsjahr bei.
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