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Zukunft des Medienkonzerns : Der mächtige Kallen und die zurückhaltenden Burda-Kinder

Schulter an Schulter: Hubert Burda (links) und Paul-Bernhard Kallen im Februar vergangenen Jahres Bild: Agency People Image

Bunte, Superillu, Focus: Burda ist bekannt für seine bunten Blätter. Doch über den künftigen Erfolg wird das profitable Digitalgeschäft entscheiden, bei dem es längst nicht mehr nur um „lausige Pennys“ geht.

          3 Min.

          Als Paul-Bernhard Kallen vor einem Vierteljahrhundert zu Burda stieß, war das Münchner Familienunternehmen ein nationaler Zeitschriftenverlag mit Friseurtiteln wie Bunte, Focus oder Freundin. Der Einstieg des damaligen McKinsey-Beraters fiel in die wilden Anfangsjahre des Internetbooms, als viele Verleger glaubten, der Onlinejournalismus lasse sich allein durch Werbung finanzieren. Diesen Trugschluss fasste Verlagseigentümer Hubert Burda einmal in dem Spruch zusammen, dass im Netz „nur lausige Pennys“ zu verdienen seien, während allein Google ein wirklich lukratives Geschäftsmodell durchgesetzt habe.

          Henning Peitsmeier
          Wirtschaftskorrespondent in München.

          Damals wie heute geht es Medienhäusern wie Burda darum, ihre journalistischen Inhalte durch ein funktionierendes Digitalgeschäft abzusichern, wie es Kallen in den letzten zwölf Jahren als erster familienfremder Vorstandschef bei Burda getan hat. Der aus einer rheinischen Unternehmerfamilie stammende Kallen war und ist Burdas Mann für alles Digitale.

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