Schlechte Nachricht aus Polen : M-Bank belastet Commerzbank
Ertragsbelastung von 210 bis 290 Millionen Euro im dritten Quartal
Die Commerzbank muss eine schlechte Nachricht aus Polen verkraften, die ihre Tochtergesellschaft M-Bank im dritten Quartal 210 bis 290 Millionen Euro an Erträgen kostet. Diesen zu erwartenden „negativen Einmaleffekt“ für ihr Konzernergebnis teilte die Commerzbank am Freitagnachmittag mit. Diesmal geht es nicht um Franken-Kredite der M-Bank. Vielmehr gibt es in Polen eine neue gesetzliche Regelung, die es privaten Kreditnehmern erlaubt, bis Ende 2023 bis zu acht Mal ihre monatlichen Ratenzahlungen auszusetzen. In Polen sind die Zinsen deutlich höher als im Euroraum, die polnische Notenbank hat ihren Leitzins gerade auf 6,5 Prozent erhöht. Die M-Bank rechne damit, dass 60 bis 80 Prozent ihrer Darlehensnehmer Zahlungen aussetzen werden, teilte die Commerzbank mit. Trotz des negativen Effekts auf die Erträge der M-Bank rechnet die Commerzbank aber weiterhin damit, im Geschäftsjahr 2022 einen Konzerngewinn von mehr als 1 Milliarde Euro zu erzielen. „Diese Prognose setzt allerdings voraus, dass es nicht zu einer deutlichen Verschlechterung der konjunkturellen Lage kommt und keine wesentliche Erhöhung der Vorsorge für das Schweizer-Franken-Portfolio der M-Bank erforderlich sein wird.“
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