Menschen und Wirtschaft : Helmuth Lutz gestorben
Der Status seines Lebenswerkes als unabhängige, international ausgerichtete Kanzlei war Helmuth Lutz auch noch im Ruhestand wichtig. Nun ist der Namenspartner von Gleiss Lutz mit 96 Jahren gestorben.
Eine Keimzelle des Kartellrechts in der damals noch jungen Bundesrepublik lag in Stuttgart. Dort hatten Alfred Gleiss und Arved Deringer Anfang der 1950er-Jahre ein Büro für Kartell- und Wettbewerbsrecht eröffnet. Schon 1956 stieß dann Helmuth Lutz hinzu, und nachdem Deringer sich wenige Jahre später ins Rheinland orientierte (wo er in Bonn eine der Vorgängersozietäten von Freshfields Bruckhaus Deringer mitgründete), stellte der aufstrebende Kartellrechtler Lutz bereits das Rückgrat der jungen Sozietät. Von 1962 an firmierte man über den bis heute gültigen Namen „Gleiss Lutz Hootz Hirsch“ – wobei der Name weit über den Kanzleimarkt hinaus auf die ersten beiden Partner verkürzt wird.
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