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Deutschland : Unternehmen feiern Rekordquartale

Nicht nur der Autohersteller BMW kann gute Quartalszahlen aufweisen Bild: dapd

Trotz der Diskussionen um die Zukunft des Euro weisen viele deutsche Unternehmen überraschend gute Quartalszahlen auf. Viel schlechter laufen die Geschäfte für die Banken.

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          Die deutsche Unternehmenswelt übersteht die Diskussionen um die Zukunft des Euro bisher mit überraschend guten Zahlen. So hat der Autohersteller BMW vom besten dritten Quartal seiner Unternehmensgeschichte berichtet, auch der Sportartikelhersteller Adidas schwelgt in Rekorden.

          Carsten Knop
          Herausgeber.

          Weitere positive Beispiele lassen sich finden: So bleibt auch der Medienkonzern Pro Sieben Sat.1 nach einem starken dritten Quartal dank abermals höherer Werbeerlöse auf Rekordkurs.

          Der Kohlenstoffspezialist SGL hat Gewinn- und Umsatz sogar unerwartet kräftig gesteigert. Und Singulus, ein Vertreter der Branche der Spezialmaschinenbauer, macht wegen einer guten Nachfrage wieder Gewinn, nachdem im Vorjahresquartal ein Verlust angefallen war.

          Unternehmen, deren Geschäft nur wenig von der konjunkturellen Lage in Südeuropa abhängt, die aber in China und anderen Schwellenländern gut vertreten sind, fällt es bisher besonders leicht, die Verunsicherung rund um den Euro zu überstehen.

          Viel schlechter laufen die Geschäfte für die Banken: Hier hat soeben die französische Großbank BNP Paribas offenbart, wie sehr sie die Griechenland-Krise belastet. Abschreibungen auf griechische Anleihen haben das Ergebnis um knapp 2,26 Milliarden Euro gedrückt. Hinzu kommt ein schwaches Geschäft im Investmentbanking.

          Viel schlechter laufen die Geschäfte für die Banken, etwa das der französischen BNP Paribas
          Viel schlechter laufen die Geschäfte für die Banken, etwa das der französischen BNP Paribas : Bild: Reuters

          Viele Banken müssen deshalb sparen: Am Donnerstag berichtete der niederländische Finanzkonzern ING von der Streichung von insgesamt 2700 Arbeitsplätzen.

          Unterdessen hofft der deutsche Einzelhandelskonzern Metro, dass sich die deutschen Verbraucher von den Schwierigkeiten der Banken nicht beeindrucken lassen und zu Weihnachten kräftig einkaufen. Spielen die Konsumenten mit, will die Metro ihr Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Sonderfaktoren weiterhin um 10 Prozent steigern.

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