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Der Wald hilft nicht mehr beim Klimaschutz

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Deutschlands Wälder sind in so schlechtem Zustand, dass sie mehr Kohlendioxid abgeben als aufnehmen.
Deutschlands Wälder sind in so schlechtem Zustand, dass sie mehr Kohlendioxid abgeben als aufnehmen.dpa

Der Wald senkt den Kohlendioxidgehalt nicht mehr, sondern erhöht ihn. Das geht aus der Bundeswaldinventur hervor, die Landwirtschaftsminister Özdemir vorstellte. Zu einem heiklen Thema wollte er sich nicht äußern.

Als „grüne Lunge“ wird er oft bezeichnet: Der Wald ist nicht nur ein Naherholungsgebiet für gestresste Städter, sondern spielt auch in der Klimaschutzpolitik eine tragende Rolle. Rund 1200 Millionen Tonnen Kohlenstoff speichern die Bäume aktuell, so steht es in der Bundeswaldinventur, die Landwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) am Dienstag in Berlin vorstellte. Der vom Thünen-Institut erstellte Bericht enthält jedoch eine unerfreuliche Botschaft. „Erstmals seit Jahrzehnten“ gebe der Wald mehr CO2 in die Atmosphäre ab, als er neu binde. „Der Wald ist zu einer Kohlenstoffquelle geworden“, konstatierte Özdemir.

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