Plus 26,3 Prozent : Der Fiskus schwimmt (noch) im Geld

Dass die Bundesregierung ihre Wachstumsprognose für dieses Jahr zurücknehmen musste, spiegelt sich bisher nicht in der Steuerstatistik.
Während die Sorgen um die Gasversorgung und damit die Konjunktur wachsen, zeigt das Steueraufkommen keinerlei Schwäche – im Gegenteil: Der Fiskus scheffelt geradezu das Geld. Wie das Bundesfinanzministerium im neuesten Monatsbericht mitteilt, sind die Steuereinnahmen im Juni um nicht weniger als 26,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Da mögen Sondereffekte eine Rolle gespielt haben. Aber davon unabhängig gab es einen deutlichen Zuwachs im ersten Halbjahr. Die entscheidende Frage lässt der Bericht natürlich offen: Wie lange wird die positive Entwicklung dauern? Die Steuereinnahmen laufen üblicherweise der Wirtschaftslage hinterher. Wenn die Wirtschaft ins Trudeln kommen sollte, wird das der Fiskus verzögert ebenfalls zu spüren bekommen.


