Recht und steuern : Kartell-Razzien dürften 2023 weiter zunehmen

Spezialisierte Dienstleister und Prozessfinanzierer forcieren Schadenersatzklagen gegen Unternehmen
Die Pandemie haben manche Industrieunternehmen, Händler und Dienstleister dafür genutzt, ihre Preise nach oben zu schrauben – oder sich mit der Konkurrenz verbotenerweise über Produktion, Vertrieb oder Verkaufspreise abzustimmen. Wo sich mehr Kartelle bilden und die Zahl der involvierten Entscheidungsträger und Firmen wächst, muss auch die Aufdeckungsquote steigen. So hat es allein in den ersten neun Monaten des Jahres 2022 mehr als 40 Durchsuchungen durch Kartellbehörden in Europa gegeben, zeigt eine Analyse von Freshfields Bruckhaus Deringer. Der Anstieg an Razzien und Ermittlungen durch die Wettbewerbshüter im Jahr 2022 werde sich wahrscheinlich 2023 fortsetzen, gerade wenn die Behörden neue erweiterte Befugnisse nutzten.
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