FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Energieregeln :
„Jedes Gebäude braucht sein Kraftwerk“

Lesezeit:

Die Klimavorgaben werden für Immobilien immer länger. Fachmann Dirk Dronia erläutert den Weg zu Solardächern und den Zeitpunkt, um Rollläden zu schließen.

Weit mehr Gebäude als bislang sollen renoviert werden, um die Treibhausgasemissionen zu senken. Lässt sich das so schnell umsetzen?

Theoretisch ja, praktisch wahrscheinlich nein. Laut Einschätzungen der Europäischen Kommission wäre eine durchschnittliche Renovierungsrate von 3 Prozent im Jahr erforderlich, um die Vorgaben der EU zur Energieeffizienz kosteneffizient zu verwirklichen. Aktuell liegen wir in Europa bei einer Rate von um die ein Prozent, und das ist viel zu wenig, um die gesetzten Ziele zu erreichen. Das hat verschiedene Gründe. Techniken für die Isolierung von Gebäuden bis zum energieeffizienten Betrieb durch Automatisierungslösungen stehen zur Verfügung. Die große Herausforderung liegt jedoch im Bereich des Facharbeitermangels. Es fehlt schlicht an Fachpersonal, das auf die Gebäudesituation zugeschnittene Konzepte entwickelt und diese umsetzt. Dazu kommt, dass das Bewusstsein für Treibhausgasemissionen noch nicht bei jedem Gebäudebetreiber geschärft ist und es nach wie vor bei vielen um reine Kostenbetrachtungen geht und nicht um das große Ziel. Die Europäische Kommission beabsichtigt deshalb, die Renovierungsrate mit dem Programm „Renovation Wave“ in den nächsten zehn Jahren durch geeignete Förderungen mindestens zu verdoppeln.

FAZ+

Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen (Originalpreis: 13,80 €) jetzt nur 0,99 €

Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen (Originalpreis: 13,80 €) jetzt nur 0,99 €

  • Mit einem Klick online kündbar

Das Beste von FAZ+