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Gefahr nach Neujahr

Jan Hauser
Ein Kommentar von
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Auf dem Immobilienmarkt schwindet die Zuversicht. Doch für Angst ist es zu früh.

Statt guter Vorsätze mehren sich die Alarmzeichen auf dem Immobilienmarkt. Im neuen Jahr wird es zur Gefahr, wie rasch nach einem goldenen Jahrzehnt die Zuversicht schwindet. Analysten halten schon einen Preisrückgang um fünf oder gar um zehn Prozent für möglich. Soweit muss es nicht kommen, jedoch haben sich zuletzt die Schwierigkeiten gehäuft: Die Adler Group mit rund 27 000 Wohnungen trennte sich von einigen Projekten, um Zeit zu gewinnen. Galeria Karstadt Kaufhof verringert die Zahl ihrer Kaufhäuser, was vor allem Mittelstädte trifft. Auch Vonovia, Deutschlands größter privater Vermieter, tritt auf die Bremse und steckt weniger Geld in den Neubau. Mit konjunkturellen Befürchtungen, steigenden Kosten und höheren Zinsen nehmen in der Branche insgesamt die Sorgenfalten zu. Wenn das Immobiliengeschäft dem Wirtschaftswachstum weiter hinterherhinkt, bleiben große Sprünge wohl aus. Immerhin hat der Aufschwung lange angehalten. Für Angst und Bange ist es in Deutschland zu früh. Der Bedarf an Wohnungen in begehrten Lagen wird sich gerade mit einem verringerten Neubau kaum auflösen. Wahrscheinlicher ist, dass sich der Markt stärker in gute und schlechte Immobilien aufteilt und die Spreizungen zunehmen. Bewertungen dürften damit vermehrt an der Lage hängen und in den nächsten Jahren zunehmend den Energieverbrauch berücksichtigen. Mit diesen Aussichten verbinden sich trotz allem auch Chancen, um zum Jahresanfang ein Stück weit optimistisch zu bleiben.

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