Hochwasserschutz : Fluten
Die Überschwemmungen in Spanien sind bedrückend. Starkregen nimmt zu. Die Immobilienwirtschaft steckt mittendrin.
Autos, Möbelreste und Trümmer stapeln sich auf den Straßen, Häuser sind zerstört, Schlammreste bleiben zurück: Die Bilder nach den Überschwemmungen in Spanien sind bedrückend und zeugen von einer Katastrophe mit bislang mehr als 150 Todesopfern. In Valencia war am Dienstag innerhalb von acht Stunden so viel Regen gefallen wie sonst in einem Jahr. Die Extremwetterereignisse nehmen überall zu: Hitze und Dürre, heftige Stürme oder plötzlicher Starkregen zeigen sich an vielen Orten. Überschwemmungen treffen unlängst Frankreich ebenso wie nun Spanien oder in Deutschland das Ahrtal im Sommer 2021. Die Folgen zielen auf das Vorgehen gegen den Klimawandel ab und zeigen die Notwendigkeit der Klimaanpassung mit Vorkehrungen und Warnsystemen. Der Rückversicherer Munich Re summiert die Gesamtschäden aus Naturkatastrophen auf der Welt im vergangenen Jahr auf 250 Milliarden Dollar. Die Immobilienwirtschaft steckt hier mittendrin. Deiche und Dämme müssten erhöht, Wassergräben und Leitungen in der Kanalisation verbreitert werden. Der Eigentümer einer Immobilie hat es in der Hand, sein Haus zum Teil zu schützen – etwa mit speziellen Hochwasserschutztüren oder zusätzlichen Erhöhungen. Darauf sollte nicht nur ein Käufer achten. Erste Investoren halten sich mit einem Erwerb in der Nähe von Gewässern zurück. Das Klimarisiko ist am Immobilienmarkt angekommen und wird sich künftig stärker zeigen.
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