Hilfe für Altbauten : Einen Schritt weiter
Ein Sanierung verursacht weniger Treibhausgasemissionen als ein Neubau. Es kann sich lohnen, ältere Häuser zu erhalten und aufzuwerten.
Lange richtete die Bundesregierung die üppigen staatlichen Fördermittel für die Bauwirtschaft darauf aus, neue Häuser zu bauen, die theoretisch wenig Energie verbrauchen sollten. Zu lange. Denn das lässt außen vor, wie viel Energie und Treibhausgasemissionen für den Bau nötig sind. Dieser Teil lässt sich nicht vernachlässigen, wenn es darauf ankommt, die politischen Klimaziele zumindest nicht aus der Sichtweite zu verlieren. Einen Schritt in diese Richtung geht nun eine neue Bauförderung, die das Prinzip der bisherigen Staatsbezuschussung wandeln kann. Statt auf den Neubau zielt das Programm „Jung kauft Alt“ der Bundesregierung darauf ab, ältere Häuser zu sanieren. Seit dieser Woche erhalten Familien unter allerlei Voraussetzungen zinsverbilligte Darlehen, um ein Haus mit höherem Energieverbrauch der Klasse F, G oder H zu erwerben. Damit werden diese Häuser nicht abgerissen und Ressourcen erhalten. In der Regel machen Treibhausgasemissionen einer Sanierung bloß einen Bruchteil der Emissionen eines Neubaus aus. Besser als eine Staatsförderung, die nur eine kleine Gruppe erreichen kann, ist ein anderer, durchaus mühsamer Weg: der Abbau von Bürokratie. Trotz viel Kritik an der Neuregelung des Baugesetzbuches (BauGB), die das Kabinett gerade auf den Weg gebracht hat, soll das Vorhaben auch Aufstockungen erleichtern. Dadurch kann Wohnraum auf Bestandsgebäuden entstehen, ohne zusätzliche Flächen zu versiegeln. Auch das klingt nach einem Schritt in die Richtung, ältere Häuser zu erhalten und aufzuwerten.
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