Bauen in Serie :
Der Weg zum günstigeren Wohnen

Jan Hauser
Ein Kommentar von
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Plattenbauten im Berliner Stadtteil Neu-Hohenschönhausen: Deutschland fehlt es zunehmend an bezahlbarem Wohnraum.
Plattenbauten im Berliner Stadtteil Neu-Hohenschönhausen: Deutschland fehlt es zunehmend an bezahlbarem Wohnraum.dpa

Bauen und Sanieren lassen sich vereinfachen. Ein guter Weg dahin führt über das serielle und modulare Bauen. Dazu braucht es aber auch größere Baugebiete und Quartiere, die möglichst zentral liegen.

Vom Wohnungsbaugipfel im Kanzleramt in dieser Woche war viel zu hören. Mancher spricht bloß von wichtigen Signalen, anderen fehlen die Impulse. Aber ein „Wumms“ war nicht dabei. Aus dem 14-Punkte-Katalog, den Bauministerin Klara Geywitz vorgelegt hat, war ohnehin einiges schon vorher bekannt. Der Fokus lag generell zu wenig darauf, wie sich Bauen und Sanieren vereinfachen lassen.

Ein guter Weg dahin führt über das serielle und modulare Bauen: Statt alles auf der Baustelle einzeln anzubringen, lassen sich gerade größere Teile vorher zusammensetzen und anliefern. Das soll Personalaufwand, Zeit auf der Baustelle und auch Kosten sparen. Fast wie am Fließband kann dann Bauen in Serie gehen. Zum Maßnahmenkatalog der Bundesregierung gehört, dass die Bundesländer Typengenehmigungen für das serielle und modulare Bauen aus anderen Bundesländern anerkennen sollen. Um Bauen in Serie in die Stadt zu bringen, braucht es aber auch größere Baugebiete und Quartiere, die möglichst zentral liegen.

Gerade die Großstädte verfolgen das noch zu wenig. Stattdessen bleibt der Eindruck hängen, wie viele Akteure die Misere auf dem Immobilienmarkt mit immer mehr Steuergeld und Abschreibungsmöglichkeiten lösen wollen. Hier zinsgünstige Kredite, dort ein weiteres Förderprogramm und 18 Milliarden Euro für den sozialen Wohnungsbau: Die Bundesregierung verspricht mit ihrem Maßnahmenkatalog vor allem viel Staatsgeld. Das allein wird kaum reichen.

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