Pferdesimulator : Galopp auf der Stelle

Ein Schreiner aus Düsseldorf entwickelt einen Pferdesimulator für seine Tochter. Nun liefert er ihn an Voltigiersportler in 18 Ländern. Die trainieren damit und schonen ihr eigenes Pferd.
Fast könnte man meinen, einem Spielgerät gegenüberzustehen. Das hölzerne Untergestell und der runde, lederbezogene Rücken erinnern an ein Holzpferdchen im Vorgarten. Vervollständigt wird dieser Eindruck durch den Kopf, der an der Vorderseite des Gerätes prangt. Spitze Ohren, ein langer Nasenrücken, ein rundweiches Maul – eindeutig ein Pferdegesicht im Profil. Doch der spielerische Schein trügt. Einmal auf den grünen Knopf an der Unterseite des angedeuteten Pferdebauchs gedrückt, setzt sich das Holztier in Bewegung.
Das ungewöhnliche Gerät ist ein Simulator für den Voltigiersport. Während des Voltigierens turnen bis zu drei Akrobaten auf einem Pferd, das, an einer langen Leine geführt, im Kreis galoppiert. Voltigieren dient nicht nur vielen als Einstieg in den Reitsport. Seit die Internationale Reiterliche Vereinigung FEI die Disziplin Anfang der Achtzigerjahre offiziell als Sportart anerkannt hat, messen sich Athleten weltweit in eigenen Turnieren. Der Simulator ist ein Trainingsgerät, wie es sie auch für das Rudern oder Skifahren gibt. Nur dass es im Voltigieren vor allem darum geht, dass Sportler mit ihm trainieren können, ohne ihre vierbeinigen Partner zu belasten.
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