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Der neue Maserati Ghibli : Italiens Alternative zur deutschen Phalanx

Der überarbeitete Ghibli Bild: Hersteller

Mit dem wiederaufgelegten Ghibli wagte man sich bei Maserati erstmals ins Segment der Premium-Limousinen. Für 2018 wurde der Ghibli jetzt abermals überarbeitet.

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          Spätestens 2013 begann für Maserati aus Modena eine neue Zeitrechnung. Mit dem wiederaufgelegten Ghibli wagte man sich erstmals ins Segment der Premium-Limousinen, und noch wichtiger war, dass es fortan in einem Maserati dieselte. 82.000 Einheiten sind seither in Turin-Grugliasco gebaut worden. Die Benzinmotoren steuert Ferrari aus Maranello bei, die Dieselmaschinen kommen von VM-Motori in Ferrara. Alle sind V6-Triebwerke mit drei Liter Hubraum.

          Boris Schmidt

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Für 2018 wurde der Ghibli jetzt abermals überarbeitet, nachdem man für 2017 schon einiges erneuert hatte. Rein äußerlich gab es leichte Retuschen an der Front – neuer Grill, neue Stoßfänger vorn und hinten – und Matrix-LED-Licht. Das gehört bei den ebenfalls neuen Ausstattungslinien Gran Lusso und Gran Sport zur Serienausstattung. Die Basis heißt schlicht Ghibli. Wichtig ist zudem eine neue vollelektrische Lenkung, die mehr Präzision bringt.

          Und mit dem neuen Assistenzsystemen für die Autobahn, dem aktiven Spurhalte-Assistenten sowie dem aktiven Totwinkel-Assistenten und einer Verkehrszeichen-Erkennung ist Maserati jetzt fast auf der Höhe der Zeit. Einen Frontkollisionswarner, eine 360-Grad-Kamera, einen adaptiven Tempomaten sowie Warner für den Spurwechsel oder den toten Winkel hatte es schon fürs Modelljahr 2017 gegeben. Um mit den deutschen Premiummarken gleichzuziehen, fehlt eigentlich nur noch ein Head-up-Display, doch das lässt sich nicht so einfach verbauen.

          82.000 Einheiten sind seither in Turin-Grugliasco gebaut worden. Bilderstrecke

          Die Preise beginnen jetzt bei 66.000 Euro für den Basisdiesel mit 275 PS und einem schönen maximalen Drehmoment von 600 Newtonmeter bei 2000 bis 2600 Umdrehungen in der Minute. Für Gran Lusso oder Gran Sport müssen jeweils fast 10 000 Euro zusätzlich gezahlt werden. Das Gleiche gilt für die Benziner-Varianten. Hier stehen jetzt zwei Leistungsstufen zur Wahl: 350 und 430 PS für 70 250 oder 83 150 Euro. Alle Ghibli kommen mit einer Achtgang-Automatik und Hinterradantrieb, das Spitzenmodell Q4 verfügt über Allradantrieb und kann bei Bedarf die Leistung 50/50 verteilen. Als Gran Lusso oder Gran Sport ist man dann bei 94 900 Euro angekommen.

          Auf ersten Probefahrten überzeugte die neue Lenkung, der Spurhalte-Assistent zeigte sich sehr pingelig, er lässt sich aber abschalten. Die 4,97-Meter-Limousine mit ihrem 500-Liter-Kofferraum bleibt durchaus eine Alternative zur deutschen Phalanx. Knapp 500 Kunden haben sich bislang 2017 vom italienischen Flair überzeugen lassen. Am Dieselanteil von gut 60 Prozent hat sich trotz der allgemein schlechten Publicity für den Selbstzünder nichts geändert.

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