„Freenet TV“ : TV-Schranken
Jetzt ist es also raus: 69 Euro im Jahr soll künftig zahlen, wer über das neue Antennenfernsehen DVB-T2 HD die privaten Fernsehprogramme gucken will.
Jetzt ist es also raus: 69 Euro im Jahr soll künftig zahlen, wer über das neue Antennenfernsehen DVB-T2 HD die privaten Fernsehprogramme gucken will. Im Juli 2017 wird die Abo-Schranke, ironischerweise „Freenet TV“ genannt, wirksam. Bis dahin gibt es die Privaten noch gratis, wenn auch schon verschlüsselt. Die bisher noch kostenfreie Antennen-Ausstrahlung in Standard-Auflösung wird es vom nächsten Frühjahr an nicht mehr geben. Damit kommen die Privaten, die sich immer noch gern das Etikett „Free TV“ anheften, ihrem Ziel immer näher: Schon seit einem Jahrzehnt versuchen sie, ihre Werbeeinnahmen mit zusätzlichen Abo-Gebühren kräftig aufzustocken.
Ein paar Mal sind sie damit krachend gescheitert, mit ihrem Satelliten-Bezahlmodell HD Plus (Kostenpunkt: 5 Euro im Monat) aber kamen sie dann doch auf diesem Weg ein gutes Stück voran. Das noch etwas kostspieligere „Freenet TV“ soll an das Vorbild anknüpfen. Wird das dauerhaft funktionieren? Wer zahlt denn noch drauf, wenn er sich fünf Werbeblöcke in jedem halbwegs attraktiven Film antun muss? Und sind lustige, aber schon Hunderte Male wiederholte Serien wie „The Big Bang Theory“ wirklich einen Abo-Abschluss wert? Das wird sich zeigen. Junge Leute decken ihren Bedarf an Filmen und Serien schon jetzt lieber aus Quellen wie Netflix und anderen Online-Angeboten. Modelle wie „Freenet TV“ werden diese Entwicklung nur beschleunigen.





