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Wasserstoffauto : Fahren mit Selbstgebranntem

Die Brennstoffzelle eines Daimler-Trucks Bild: dpa

Ist das Auto mit Brennstoffzelle gegenüber dem elektrischen vielleicht die bessere Wahl? Das kommt drauf an. Im Moment kann die Brennstoffzelle noch nicht alleine stehen, zudem fehlt eine gute Infrastruktur.

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          Das wäre doch die Lösung: Bei den bekannten Reichweitenproblemen der Elektroautos – ist es da nicht besser, stattdessen in Zukunft mit Wasserstoff und Brennstoffzelle zu fahren? Der Gedanke hat einiges für sich: Wasserstoff (H2) ist das leichteste und häufigste Element im Universum, das Gas verbrennt in Reaktion mit dem Sauerstoff in der Luft zu reinem Wasser. Es lässt sich speichern, transportieren und zu vielen Zwecken verwenden, deshalb wird es in großen Mengen hergestellt. Also liegt es nahe, damit auch Autos ohne Abgase zu betreiben.

          Lukas Weber
          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Wer in Streitgesprächen die Frage akzeptiert, hat schon fast verloren. Der Gedanke, H2 als Universalenergieträger zu verwenden, ist gar nicht neu, schon Jules Verne kam auf die Idee. Das war im 19. Jahrhundert. Und die dafür benötigte Technik ist seit Jahrzehnten Industriestandard. Trotzdem ist das zarte Pflänzchen noch nicht gediehen, im Gegenteil, für die Autos es gibt herbe Rückschläge. So hat Mercedes-Benz sein mit großem Getöse angekündigtes Projekt GLC Fuel Cell unlängst wiedereingestellt. Und die Fahrzeuge, welche es seit einigen Jahren von verschiedenen Herstellern zu kaufen gibt, kommen nur auf kümmerliche Stückzahlen. Der Verdacht liegt nahe, dass es da wohl einen Pferdefuß geben muss.

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