Schlusslicht : Rot sehen, grün fahren

Am Flughafen wird Warten zur Gewohnheit, und die Bundeswehr hat nur lahme Panzer. Aber sonst läufts. Jedenfalls bis zur nächsten roten Ampel.
Dass Corona die Arbeitswelt verändert, wird immer greifbarer. Nehmen wir die Reisebranche, die unter dem Lockdown ein wenig gelitten haben soll. Jetzt, da Fliegen und Hotelübernachtungen wieder möglich sind, stürzt sie sich voller Kundenorientierung auf ihre lang vermisste Klientel. Die Lufthansa etwa hat uns noch nie so viele Mails geschickt wie an Ostern. Es sei mit langen Wartezeiten zu rechnen, weshalb die Anreise an den Flughafen besser drei als zwei Stunden vor Abflug geschieht. Gemäß der Idee von Angebot und Nachfrage wäre womöglich ausreichend Personal eine Antwort gewesen, aber so eine Schlange durchs Terminal hat auch ihren Reiz. Die Mahnung kam zu Recht. Völlig überraschend für die Abfertiger Fraport oder Wisag bringen Passagiere Gepäck mit. Und müssen durch eine Sicherheitskontrolle. Es gibt in Frankfurt übrigens einen neuen Scanner, an dem man alles in der Reisetasche lassen kann. Das macht Hoffnung. Nach nur wenigen Jahren Test gibt es vielleicht einen zweiten. Scheint nämlich ganz flott zu funktionieren.


