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WM-Qualifikation : Tschechien, Nordirland, Norwegen, Aserbaidschan, San Marino

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Deutscher zieht Germany: Nationalmannschaftsmanager Bierhoff bei der Auslosung der WM-Qualifikationsgruppen Bild: Reuters

Keine Duelle mit den ehemaligen Weltmeistern Frankreich und Italien: Der Weg zur WM nach Russland führt Titelverteidiger Deutschland zunächst nach Norwegen.

          Auf dem Weg zur WM 2018 ist Titelverteidiger Deutschland eine mögliche ganz schwere Gruppe erspart geblieben. Das Team von Bundestrainer Joachim Löw muss sich in der im September 2016 beginnenden Ausscheidungsrunde für das Turnier in Russland mit Tschechien, Nordirland, Norwegen, Aserbaidschan und San Marino auseinandersetzen. „Wir haben immer den Anspruch, Gruppenerster zu werden“, sagte Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff zu der eher leichten Konstellation in Gruppe C. „Ich freue mich, dass wir nicht gegen Italien und Frankreich spielen. Damit können wir zufrieden sein.“

          Deutschland startet dabei am 4. September 2016 mit einem Auswärtsspiel gegen Norwegen. Das ergibt sich aus dem Spielplan, den die Fifa am Sonntag veröffentlichte. Die zweite Partie bestreitet der Titelverteidiger in der Gruppe C am 8. Oktober 2016 in Deutschland gegen die Tschechische Republik, drei Tage später ist zu Hause Nordirland der Gegner. Am 11. November 2016 trifft die DFB-Elf in San Marino an. Am 26. März 2017 geht es in Aserbaidschan weiter. Die Spieltermine für die Rückspiele sind: 10. Juni 2017 gegen San Marino, 1. September 2017 in Tschechien, 4. September 2017 gegen Norwegen, 5. Oktober 2017 in Nordirland und 8. Oktober 2017 gegen Aserbaidschan.

          Weltmeisterduell in Gruppe G

          Kracherspiele gegen die beiden ehemaligen Champions bleiben dem viermaligen Weltmeister Deutschland erspart. Extrem spannend wird es dagegen in der europäischen Qualifikation in der Gruppe A mit den Niederlanden, Frankreich, Schweden und Bulgarien sowie Staffel G, wo die Weltmeister von 2010 und 2006, Spanien und Italien, um das Direktticket kämpfen. Die neun Gruppensieger sind ohne Umweg für die WM qualifiziert. Die acht besten Gruppenzweiten ermitteln in Playoffs die weiteren vier europäischen WM-Starter. Tschechien ist als 20. der FIFA-Weltrangliste der härteste Kontrahent für die DFB-Auswahl, die in der WM-Ausscheidung überhaupt erst zwei Spiele verloren hat.

          Den Zettel mit Deutschland fischte im Konstantinpalast von St. Petersburg ausgerechnet Bierhoff aus der Trommel - gegen alle Gegner hat sich Deutschland schon in früheren Qualifikationen für EM- oder WM-Turniere durchgesetzt. Zusammen mit dem russischen Rekordtorschützen Alexander Kerschakow zog der Europameister von 1996 vor 2000 Ehrengästen im Saal die Lose für die europäischen Gruppen. Eigentlich hatte der Weltverband Löw für die Rolle angefragt, der Bundestrainer verzichtete aber auf die Reise nach Russland.

          31 aus 206

          Insgesamt gehen 206 Teams weltweit in das Ausscheidungsrennen um die 31 Endrunden-Plätze 2018 neben Gastgeber Russland. Bei der Gala-Show in der früheren Residenz der russischen Zaren zeigten Russlands Präsident Wladimir Putin und der angeschlagene FIFA-Chef Joseph Blatter, der erstmals nach der Verhaftung von sieben Fußball-Funktionären im Mai in Zürich wieder im Ausland war, demonstrativ den Schulterschluss. „Es ist eine gute Chance, zu zeigen, wie weltoffen Russland ist“, sagte Putin, bevor die Opernstars Chibla Gersmawa und Wassili Gerello das berühmte Lied „Moskauer Abende“ sangen.

          Geeintes Europa: Die Qualifikationsgruppen im Überblick

          Der umstrittene Blatter, der im Februar kommenden Jahres seinen Platz räumen wird, entgegnete vor einem doppelten Händedruck mit Putin: „Wir wissen, dass Russland ein fantastischer Gastgeber sein wird.“ Bierhoff hatte zwar auf die WM-Vorfreude verwiesen, die er in Russland spüre, sagte aber in der ARD: „Es ist große Chance, sich wieder anzunähern. Man merkt aber, wie bedrückend die Stimmung ist. Man spürt, wieviel Kritik auf der Fifa liegt.“ Beim Confederations Cup 2017 kann die DFB-Auswahl im Moskauer Spartak-Stadion (18. Juni), in St. Petersburg (22. Juni) und Sotschi (25. Juni) schon einmal die WM-Bedingungen in Russland testen. Zunächst aber geht es für den Weltmeister im heißen Herbst der EM-Qualifikation gegen Polen, Schottland und Irland.

          Leichte Aufgaben für Klinsmanns Amerikaner

          Trainer Jürgen Klinsmann hat mit den USA auf dem Weg zur Fußball-WM 2018 in Russland eine leichte Gruppe erwischt. Das ergab die Auslosung am Samstag in St. Petersburg. Die Amerikaner treffen in der vierten Phase der Qualifikation in Nord- und Mittelamerika sowie der Karibik auf Trinidad und Tobago und zwei weitere Kontrahenten. Diese werden in den Partien zwischen St. Vincent und die Grenadinen gegen Aruba sowie Antigua und Barbuda gegen Guatemala ermittelt. Die ersten beiden der Gruppen ziehen in Runde fünf mit insgesamt sechs Teams ein. Daraus schaffen drei Nationen direkt den Sprung zur Weltmeisterschaft (14. Juni - 15. Juli 2018). Winfried Schäfer muss sich mit Jamaika erst noch für die erste Gruppenphase qualifizieren. Der Gold-Cup-Finalist trifft im August und September auf Nicaragua.

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