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Nach Hackerangriff : Software AG ist wieder am Netz

Montags sind Konferenzen tabu: Elke Frank ist die erste Personalvorständin der im Börsenindex MDax geführten Software AG in Darmstadt. Bild: Aders, Hannah

Hacker hatten den Konzern kürzlich lahmgelegt. Der Schaden ist groß, aber behoben. Doch nicht nur in Sicherheitsfragen hat die neue Personalvorständin Elke Frank in der Corona-Krise dazugelernt.

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          Wieder einmal das Chatprogramm. Dieser Kommunikationsweg hatte für die Software AG schon während der Corona-Pandemie stark an Bedeutung gewonnen, und nun war er für die rund 5000 Mitarbeiter des Darmstädter Unternehmens der rettende Kanal, um auch nach dem 3. Oktober den Kontakt untereinander zu halten. An diesem Tag hatten Hacker zugeschlagen, fast alle Systeme mussten abgeschaltet werden, das E-Mail-Programm funktioniert erst seit wenigen Tagen wieder. „Glücklicherweise sind die Dienste für Kunden sowie unsere Cloud-basierten Dienste nicht betroffen gewesen“, sagt Elke Frank, die im Vorstand des Konzerns, der nach SAP das zweitgrößte Softwareunternehmen des Landes ist, für das Personal, die Rechtsabteilung und die IT zuständig ist.

          Inga Janović

          Wirtschaftsredakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Kriminellen hatten eine Schadsoftware eingeschleust, Daten gestohlen und schließlich die Zugänge in die Systeme des Unternehmens verschlüsselt. Hinter der Attacke steht vermutlich ein Erpressungsversuch. Der Konzern macht keine genaueren Angaben, da auch die Staatsanwaltschaft ermittelt. Für die eigene Schadensbehebung wurden Frank zufolge zwei externe Sicherheitsfirmen an Bord geholt, die gemeinsam mit der eigenen IT-Abteilung die Systeme nach Schwachstellen durchleuchten und Stück für Stück wieder hochfahren.

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