AWO-Affäre : Scheinjobs für bevorzugte Mitarbeiter

Minijobs waren eine Variante der Arbeiterwohlfahrt in Frankfurt und Wiesbaden, um Mitarbeitern steuerfrei das Gehalt aufzubessern. Arbeiten mussten sie wohl nicht dafür. Unter den mutmaßlichen Nutznießern findet sich auch politische Prominenz.
Im November 2019 schrieb Hannelore Richter, ehemalige Geschäftsführerin des AWO-Kreisverbands Wiesbaden, eine E-Mail an Führungskräfte des Wiesbadener AWO-Kreisverbands. Darin heißt es: „Ihr Lieben, bitte denkt daran, umgehend zum 31.12.19 alle Mini-Jobs für Ffm aufzulösen und keine EP’s mehr im Dezember auszuzahlen.“ Weiter verlangte die Geschäftsführerin die Beendigung dieser Jobs für alle Mitarbeiter, die „in Wiesbaden eine feste Stelle beim Verband oder der Pro Serve haben“. Frankfurt habe bereits alles „auf 0“ gestellt.
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