Städel zeigt das Relief : Monument für Motorsport
Nicht Malerei, nicht Skulptur – das klingt nach einem Platz zwischen den Stühlen. Das Relief ist der Königsweg, versichert jetzt das Frankfurter Städel.
Auch in den Metzler-Saal im Städel Museum, zwischen Altbau, Garten und Untergeschoss zur Gegenwartskunst, wird man von jetzt an mit anderen Augen gehen. Mit Relief-Augen sozusagen. Thomas Demand hat dort 2011 als Eigentum des Städelschen Museums-Vereins die ortsbezogene Installation „Saal“ geschaffen: Rundherum scheint ein Vorhang die Wände und Fensterzwischenräume zu bedecken, man meint hineingreifen zu können – aber es bleibt bei der schieren Fläche.
Eine Sinnestäuschung, genau wie der „Große Vorhang“ Gerhard Richters aus der eigenen Sammlung des Städel Museums, der jetzt in der Sonderausstellung „Herausragend!“ hängt. Man könnte natürlich auch einfach sagen: eine besondere Technik der Abbildung. Am Ende eines Spaziergangs durch zwei Jahrhunderte, zwei Stockwerke und fast hundert Positionen der Kunstgeschichte sieht man diese beiden planen Arbeiten aber gewissermaßen als Gegenprobe. Ein Bild in reliefartiger Anmutung, scheinbar dreidimensional und doch nur Fläche, streichen diese Vorhänge im neuen Kontext nur besonders hervor, was das buchstäblich Herausragende ist am Relief.
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