Der Wandertipp : Ein Hauch von Meeresstrand

Im hessisch-badischen Grenzgebiet sind nacheiszeitliche Dünen und Nadelwälder rund um den „Glockenbuckel“ zu einem außergewöhnlichen Refugium geworden. Das Naturschutzgebiet Oberlücke lädt zu einer Wanderung ein.
Das winterliche Hochwasser hat in Erinnerung gerufen, dass Flüsse durch Begradigungs- und Schutzmaßnahmen zwar zu bändigen, aber letztlich kaum zu beherrschen sind. Bis weit ins 19. Jahrhundert hinein wussten sich Anrainer auf die Naturgewalten einzustellen, indem sie Abstand zu den unberechenbaren Mäandern hielten. Einige Jahrtausende früher wäre das nicht ausreichend gewesen. Ausgangs der letzten Eiszeit vor 10000 bis 12000 Jahren wälzte sich der Rhein nach Schneeschmelzen mehrere Kilometer breit durch die Ebene, um sich bei Trockenheit in zahlreiche Rinnsale aufzufächern. Zurück blieben gewaltige Schotter-, Ton- und Sandablagerungen, aus denen starke Westwinde feinere Partikel lösten und jene flachwellige Landschaft formten, wie sie den rund 150 Kilometer langen Streifen zwischen Nordbaden und dem Untermain prägt.




