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  • Das Keltentor am Keltenhof Dünsberg: hier vorbeizuwandern lohnt sich.

    Wandertipp : Drei Kronen über dem Dünsberg

    Hessen als „Keltenland“: Das ­Themenjahr hat nicht nur Einblicke in die Kultur der Frühzeit gegeben. Es hat auch an Bauten wie die Ringwälle am Dünsberg erinnert.
  • Ein für Spessartverhältnisse außergewöhnlicher Kirchenbezirk liegt über der kleinen Gemeinde Oberbessenbach: Hier das 1902 vom bedeutenden Architekten Theodor Fischer – honorarfrei - entworfene historistische Gotteshaus Stephanus und dort die gotische Ottilienkirche. Lange von Abriss bedroht, ist die nunmehrige Totenkapelle des unverändert genutzten Friedhofs ansehnlicher denn je.

    Der Wandertipp : Ein großer Name für die Gottesburg

    Ein außergewöhnlicher Kirchenbezirk liegt über der kleinen Gemeinde Oberbessenbach im Spessart: Dazu gehören das von Theodor Fischer entworfene historistische Gotteshaus Stephanus und die gotische Ottilienkirche.
  • An den technischen Aufwand, der vor allem im 18. Jahrhundert getrieben wurde, um Sole auf Gradierwände zu pumpen, erinnert das zehn Meter hohe Schwalheimer Rad von 1745.

    Der Wandertipp : Türme unter und über der Erde

    Zeugnisse der jüdischen und der ­christlichen Kultur blieben in Friedberg ebenso bewahrt wie der adligen Welt in der Burg. Die Wanderung führt bis Bad Nauheim.
  • Das Naturschutzgebiet Hammer Aue bei Groß-Rohrheim am Rhein beherbergt nicht nur einige Rinder, die zur Rückzüchtung des Auerochsens eingesetzt werden. Auf ihrer Weide und ringsum stehen zahlreiche, gleichfalls geschützte Kopfweiden. Als Lieferanten von Ruten für Körbe und andere Behältnisse besaßen sie früher eine immense Bedeutung und wurden entsprechend über Generationen gehegt.

    Der Wandertipp : Wie auf einem Laufsteg

    Auf meterhohen Dämmen längs des Rheins ist nicht nur die dichte Auenvegetation des Hessischen Rieds gut zu sehen. Sie führen auch zu urigen Rindern, die für die Rückzüchtung des Auerochsen eingesetzt werden.
  • Herbstspektakel: Großartig sind in diesen Tagen die Laubwälder im Hintertaunus entflammt. Besonders beeindruckend ist die Region bei Grävenwiesbach, da hier weitgehend die Forstwirtschaft eingestellt ist.

    Der Wandertipp : Waldtheater im Hintertaunus

    Ein letztes, rauschhaftes Fest – großartig sind in diesen Tagen die endlosen Laubwälder jenseits der hohen Taunusberge entflammt. Dort, wo die Forstwirtschaft den Wald sich selbst überlässt, wird das Farbenmeer besonders prächtig.
  • Nach dem mythenumwitterten Wildweibchenstein ist der von der Gemeinde Reichelsheim im Odenwald verliehene Preis benannt, der bei den jährlichen „Märchen- und Sagentagen“ verliehen wird. In die illustre Runde von Ottfried Preußler bis Cornelia Funke reiht sich diesmal der Liedermacher und Schriftsteller Fredrik Vahle. Zur Eröffnung der zum 25. Mal veranstalteten Märchentage vom 28. bis 30. Oktober gibt der Achtzigjährige ein Konzert.

    Der Wandertipp : Wundern und Staunen erlaubt

    Wo das Geisterheer Hans von Rodensteins durch die Lüfte sprengt, lag es nahe, den Odenwälder Mythen und ihren Schauplätzen „Märchen- und Sagentage“ zu widmen.
  • Teil des Weltkulturerbes: das Mittelrheintal.

    Der Wandertipp : Ruine wird zum Schmuckstück

    Zu den Erfolgsgeschichten des als UNESCO-Welterbe geadelten Mittelrheintales gehört die Rettung des Hilchenhauses in Lorch. Neue Wanderwege führen dort entlang.
  • Bedeutend: Die gotisch-barocke Pfarrkirche St. Peter und Paul und das sogenannte Templerhaus in Kleinwallstadt

    Wandertipp : Das Kleine ist das Größere

    Der Wandertipp führt in das Unterfränkische: Ziel ist Kleinwallstadt, das größer als der Nachbarort Großwallstadt ist.
  • Zwölf Granitfindlinge symbolisieren in Kelkheim-Hornau die Familie derer von Gagern: Vater Hans Christoph nebst Gattin Charlotte und ihren zehn Kindern.

    Wandertipp : Granit für die Gagerns

    Die Familie von Gagern ist eng mit dem Kelkheimer Stadtteil Hornau verbunden. Wirken und Bedeutung der Freiherren werden dort symbolisch und informativ gewürdigt. Unterwegs auf ihren Spuren bis zum 450 Meter hohen Staufengipfel.
  • Kronengleich erhebt sich die barocke Pfarrkirche St. Gereon über dem rheinhessischen Nackenheim. Das Langhaus wurde 1731 errichtet, ihre himmelstrebende Gestalt erhielt sie aber erst unter neobarocken Vorzeichen zu Beginn des 20. Jahrhunderts: die Erweiterung nach Westen – abzulesen an den volutengeschmückten Giebeln - schloss 1911 der Turmbau ab.

    Wandertipp : Im fröhlichen Weinberg

    Ortsjubiläum und Carl Zuckmayers Geburtstag werden in Rheinhessen gefeiert. Ein „Fest“ für sich sind die aussichtsreichen Weinbergsterrassen.
  • Vollständig begehbare Romanisch-gotische Ruine: Nach fünfjähriger Restaurierung leuchtet wieder das Sandsteinrot der Henneburg über dem Main bei Stadtprozelten.

    Der Wandertipp : Burgherr ist der Bürgermeister

    Zum Abschluss der umfassenden Restaurierung der Mainburgen erstrahlt auch die doppeltürmige Henneburg. Ihre Besichtigung krönt den Gang durch eine abwechslungsreiche Spessart-Landschaft.
  • „Zwei-Burgenstadt“ nennt sich Weinheim stolz. Neben der künstlichen Wachenburg auf dem gleichnamigen Berg ist stets die restaurierte Ruine der Windeck im Blick. Hier aus Sicht der intakten Altstadt.

    Der Wandertipp : Exoten an der Bergstraße

    Vor 150 Jahren wurde mit Gewächsen aus aller Welt der Exotenwald in Weinheim geschaffen. Der Gang lässt sich bis zu Wachenburg und Ruine Windeck fortsetzen.
  • Mit dem bis 1833 errichteten „Kursaal“ veredelte der bayerische König Ludwig I. sein favorisiertes Bad, das heutige Staatsbad Brückenau in der Rhön. Der an der italienischen Renaissance angelehnte Bau – genau 60 Meter lang, 40 breit und 20 hoch – von Johann Gutensohn wird bis heute für Veranstaltungen genutzt.

    Der Wandertipp : Heilsame Folgen auch für die Natur

    Die Weitsicht von Fürstbischöfen und Königen ließ seit 1747 ein stilvolles Bad in der südwestlichen Rhön entstehen. Selbst Biber fühlen sich dort wohl.
  • Berg Dornburg: Die Region ist reich an Basalt und anderen Bodenschätzen.

    Der Wandertipp : Eiskalter Vulkan

    Selbst im Sommer herrschen hier ­Minusgrade: Der Berg Dornburg im Westerwald besitzt ein thermisches Phänomen. Ihn prägen Basaltwände und Keltenwälle.
  • An unvermuteter Stelle, im welligen Hügelland zwischen Pfälzerwald und Donnersberg, liegt die zweitgrößte Heide Deutschlands. Nach Aufgabe der militärischen Nutzung 1992 beließ man das dadurch entstandene Offenland nahe Mehlingen und stellte es vor 20 Jahren auf 150 Hektar unter Schutz. Im Hintergrund erhebt sich das knapp 700 Meter hohe Massiv des Donnersbergs.

    Der Wandertipp : Und wieder erblüht die Heide

    An unvermuteter Stelle, im welligen ­Bergland zwischen Donnersberg und Pfälzer Wald, liegt die zweitgrößte Heide Deutschlands. Ihrem ästhetischen Reiz steht die aus hellem Sandstein errichtete Abteikirche in Otterberg nicht nach.
  • Gräser, Heidekraut, Siebenstern oder die charakteristischen „Wattebäuschchen" vom Wollgras verleihen dem Biotop ein heiteres Gepräge.

    Der Wandertipp : Seltene Natur im Grenzgebiet

    Einst von Menschen geschaffen, wurden ­Wiesbüttsee und -moor im Spessart zu bedeutenden Biotopen im Wald- und Grenzreich zwischen Hessen und Bayern.
  • Würzberg im Odenwald: Das wiedererstandene Bad des römischen Kastells.

    Der Wandertipp : Wo einst die Römer badeten

    Selbst in den einsamen Tiefen des Odenwalds statteten die Römer ihre Kastelle mit Thermen aus. Sehr gut ist jene in Würzberger in 500 Meter Höhe erhalten.
  • Seit der vollständigen Austorfung erholt sich das Heftricher Moor langsam wieder: Das Sumpfgelände zwischen Glashütten und Idstein wurde 1981 auf gut einem Hektar geschützt.

    Der Wandertipp : Feuchtgebiet ohne Torf

    Kein schauriger, aber ein schöner Ort: das einzige Moor im Taunus. Das kleine Biotop bei Schloßborn ist in das viel größere Naturschutzgebiet des Dattenbachtals bei Glashütten eingebunden.
  • Wachsam: Der im Rahmen eines Bildhauersymposions geschaffene „Riese Mils“ blickt auf seinen von Blockhalden gesäumten Berg.

    Der Wandertipp : Eines Herrschers würdig

    Ob der „schönste Berg Deutschlands“ oder nicht, gewiss ist sie nach Gestalt und Bedeutung aber einzigartig, die Milseburg in der Rhön. Wo schon Kelten siedelten, eröffnet sich ein grandioses Panorama über den halben Erdkreis.
  • 1926 auf hohe Klinkersäulen vor den Hauptzugang der Rosenhöhe versetzt: Zwei der sechs ursprünglich für die vierte Jugendstilausstellung 1914 geschaffenen Steinlöwen Bernd Hoetgers.

    Der Wandertipp : England und Italien als Vorbild

    Schöner denn je: Nach aufwendiger Sanierung ist das Rosarium auf der Darmstädter Rosenhöhe im Geiste von Großherzog Ernst-Ludwig wiedererstanden.