Der Wandertipp : Kulissenzauber statt Eierlei

Ostermärkte gibt es viele. Jener im Seulberger Heimatmuseum ist nicht nur einer der ältesten. In der Umgebung gibt es ein großes Naturschutzgebiet, Laubwälder und ausgedehnte Streuobstwiesen.
Durch die große Fülle an Ostermärkten ist inzwischen fast in den Hintergrund getreten, dass der Brauch, kunstvoll verzierte Eier öffentlich zu zeigen, noch recht jung ist. Gewiss nicht zufällig erfuhren traditionelle Mal-, Schreib- oder Klebetechniken mit dem Wiederentdecken historischer Bausubstanz und volkskundlichen Brauchtums seit den Siebzigerjahren eine Renaissance. Erstmals gab es im Europäischen Denkmalschutzjahr 1975 einen Ostereiermarkt in Marburg, dem viele folgten und bei dem sie mithalfen, schwierige Techniken wie etwa das für Oberhessen typische Wachs-Reserve-Verfahren zu bewahren.


