Biennale in Rüsselsheim : Mordshunger auf Gegenwartskunst

Biennale: Raumgreifende, oftmals aber auch nachdenklich stimmende Gegenwartskunst ist noch bis Mitte Juni im Rüsselsheimer Opel-Altwerk am Bahnhof zu sehen.
Ein auf dem Boden angehäufter Brötchenberg, hübsch drapierte Küchenreste, aber auch die verstörende Begegnung mit einem am Ende doch nur als Fleischlieferant gezüchteten französischen Charolais-Rind: Es ist nicht nur leicht verdauliche Kost, die den Besuchern der „Biennale für Gegenwartskunst – Belichtungsmesser 2“ seit dem Wochenende und noch bis zum 14. Juni im schon allein für sich genommen sehenswerten Rüsselsheimer Opel-Altwerk serviert wird. Auf rund 2800 Quadratmeter Ausstellungsfläche zeigen 19 Künstler, etliche von ihnen stammen aus der Rhein-Main-Region, Fotografien, Plastiken, Malereien, Videos, Rauminstallationen, Keramiken, Textilarbeiten und Zeichnungen. In allen Fällen geht es dabei um Hunger – egal ob Machthunger, Mordshunger, Leistungshunger oder auch Lebenshunger.


