Weltkulturen Museum : „Man bekommt viel von der Brutalität mit“

Das Frankfurter Weltkulturen Museum untersucht die Herkunft menschlicher Überreste in seiner Sammlung. Ein kritischer Blick gilt Museumsgründer Bernhard Hagen: An Gebeine war er vermutlich als Plantagenarzt in Neuguinea gelangt.
Der Mann, der am 28. Juli 1894 an einem Herzschlag starb, war ein „großer, schlanker wohlgebauter Mann“. Er wurde, so wird in den überlieferten Notizen zu seiner Person gemutmaßt, 28 Jahre alt. Die handschriftlichen Anmerkungen über den Mann, der vermutlich auf einer Plantage in Neuguinea arbeitete, hat wahrscheinlich Bernhard Hagen (1853–1919) verfasst, der das 1904 eröffnete Frankfurter Weltkulturen Museum gründete, das damals Städtisches Völkerkundemuseum hieß. Seine Notizen befinden sich noch immer am Schädel des jung Gestorbenen.


