FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Berliner Philharmoniker :
Flucht in die Idylle

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Kirill Petrenko
Kirill PetrenkoStephan Rabold

Vor dem Aufbruch zu ihrer USA-Tournee waren die Berliner Philharmoniker in Frankfurt zu Gast: mit Mahlers Siebter, die Chefdirigent Kirill Petrenko im wahrsten Sinne strahlen ließ.

Es ist schon merkwürdig mit Gustav Mahlers siebter Sinfonie: Unter großen Mühen und nach einer Schaffenskrise 1905 vollendet, ist sie doch insgesamt eines seiner positivsten Werke geworden. Diesen Eindruck verstärkte jedenfalls Kirill Petrenko mit den Berliner Philharmonikern in der Frankfurter Alten Oper, wo er das abendfüllende Werk vor dem Aufbruch zu der in dieser Woche in New York beginnenden USA-Tournee mit oft erstaunlich strahlender Mimik dirigierte – und das nicht erst zum überschwänglichen Finale. So zeigte sich schnell, dass die dunkle Atmosphäre, die zu Beginn aufzieht, schon im ersten Satz überwunden wird: bildlich gesprochen, mit dem ersten kräftigen Ruderschlag, wie ihn Mahler nach eigener Aussage bei einer Kahnfahrt auf dem Wörthersee tat, als ihm dieses Thema einfiel, das Petrenko nun so kantig, trotzig und kämpferisch gestaltete.

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