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Leuchtende Maria mit Kind: Christian Schads Kopie der „Stuppacher Madonna“ in der Aschaffenburger Stiftskirche im originalen Renaissancerahmen Bild: Helmut Fricke

Schad Museum : Die Madonna, der Meister und die Kopie

Der Maler Christian Schad kam 1943 von Berlin nach Aschaffenburg. Was das mit Grünewald zu tun hat, erfährt man bei einem Besuch im neuen Christian Schad Museum und in der Stiftsbasilika.

          3 Min.

          Wer wissen möchte, wieso eigentlich Christian Schad (1894–1982), der „Meister der neuen Sachlichkeit“ und renommierte Porträtist, im Jahr 1943 von Berlin in das beschauliche Aschaffenburg kam, sollte hier mit seinen Nachforschungen beginnen: in der verwunschenen Maria-Schnee-Kapelle der Aschaffenburger Stiftskirche Sankt Peter und Alexander. Über eine Steintreppe im linken Seitenschiff steigt man hinauf zu der verborgenen Andachtsstätte. Oben angekommen, schaut man im gedämpften Licht der Basilika auf die „Stuppacher Madonna“ mit ihrem sanft leuchtenden Gesicht und dem lebhaften Jesuskind auf dem Schoß.

          Katharina Deschka
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Ursprünglich hat dort, bald nach der Fertigstellung der Kapelle 1516, das Originalgemälde des Renaissance-Malers Matthias Grünewald gestanden. Man vermutet aber, dass die Madonna als Mitteltafel eines Altars schon um 1530 hinter den zugeklappten Seitenflügeln verschwand, damit eine dort aufgetragene – nicht von Grünewald stammende – Anbetung der Heiligen Drei Könige zu sehen war.

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