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Heute in Rhein-Main : Von Wölfen und Wolfskin

Zwei Wölfinnen haben sich in Hessen angesiedelt. Bild: dpa

Wölfe werden nicht gerne Hessen. Jack Wolfskin bleibt dafür mit neuer Führung im Bundesland. Die Grünen bekommen wegen Citybahn-Werbung Ärger. Und die Gastronomen sind ohnehin schon sauer. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.

          3 Min.

          Guten Abend,

          Marie Lisa Kehler

          Stellvertretende Ressortleiterin des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          irgendwie kann man auch im Ausnahmezustand Routinen entwickeln. Morgen wird Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sich wieder mit den Ministerpräsidenten treffen, um über eine Verlängerung der Corona-Maßnahmen zu beraten. Und klar, die grobe Richtung steht schon fest. Irgendwie sickert ja irgendwo immer etwas durch. Keine Lockerungen. Stattdessen noch strengere Kontaktregeln. Gastronomiebetriebe sollen auch weiterhin nicht öffnen dürfen. Vielleicht aber soll es eine Ausnahme über die Weihnachtstage geben.

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          So zumindest interpretieren einige die Beschluss-Vorlage der Länderchefs – und wehren sich dagegen. Für eine Sieben-Tage-Öffnung über die Feiertage müsse man nicht nur Lebensmittel einkaufen, sondern auch die Mitarbeiter aus der Kurzarbeit holen, sagt die Geschäftsführerin des Dehoga-Kreisverbands Frankfurt, Kerstin Junghans. Und das sei allein schon emotional schwierig. „Die Leute sitzen zuhause, aber über Weihnachten sollen sie dann arbeiten“. Unsere Redakteurin Jacqueline Vogt hat sich mit Gastronomen über ihre aktuelle Situation unterhalten und gefragt, welche Hoffnungen sie für ihre Branche mit dem Treffen der Ministerpräsidenten verbinden. Kurz zusammengefasst: keine.

          Die Wölfe kommen

          Nach einem Pandemie-Jahr wie diesem kann es manchmal recht unterhaltsam sein, in die Vergangenheit zu blicken und sich zu fragen, mit was wir Hessen uns eigentlich früher das ganze Jahr über beschäftigt haben. Die Fragen, ob und wie viele Wölfe in Hessen leben, hat in der Vergangenheit schon gereicht, um manch ein Gemüt zu erhitzen. Die Antworten sind einfach: Zwei Wölfinnen haben sich angesiedelt. Und die scheinen sich nicht gut riechen zu können, streifen sie doch viele Kilometer voneinander entfernt durch Wald und Wiesen.

          Das „Wolfserwartungsland“ Hessen (ja, diesen Begriff hat Umweltministerin Priska Hinz, Die Grünen, 2017 tatsächlich benutzt) scheint keine hohe Anziehungskraft auf die Tiere zu haben. Einige der in Deutschland freilebenden Tiere werden zwar immer mal wieder in Hessen gesichtet, siedeln sich aber nicht an, wie Redakteur Robert Maus im Gespräch mit  Wolfsexpertin Susanne Jokisch erfahren hat. Jokisch plädiert für eine unaufgeregtere Debatte rund um das Thema Wolf. Für den Mensch seien die Tiere weitgehend ungefährlich, sagt sie. Und Landwirte bekämen unter anderem finanzielle Unterstützung durch das Land, um ihre Weiden sicher zu umzäunen, zudem Ausgleichszahlungen, wenn ein Nutztier gerissen wurde.

          Da wir schon beim Thema Wölfe sind: der Idsteiner Outdoor-Ausrüster Jack Wolfskin wird vom 1. Dezember an von dem Briten Richard Collier geführt. Aber das nur am Rande. Die ganze Geschichte hinter dieser Nachricht hat Oliver Bock aufgeschrieben.

          Ärger um Citybahn-Werbung

          In Wiesbaden werden hingegen gerade wieder einmal die Zähne gefletscht. Es geht um das mittlerweile gescheiterte  Citybahnprojekt und die Frage, ob die Fraktion der Grünen im Hessischen Landtag Facebook-Werbung für das Projekt bezahlt hat. Dem Rechnungshof soll ein entsprechendes Schreiben vorliegen. Ob der Rechnungshof sich tatsächlich im Detail mit dem Vorwurf befassen wird, ist noch nicht eindeutig geklärt. Schließlich werde die korrekte Verwendung von Fraktionsgeldern ohnehin jährlich überprüft, sagt ein Sprecher. Das Projekt Citybahn – es geht womöglich in die Verlängerung. Wenn auch anders als gedacht.

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          Und außerdem fordern Anwohner der Oskar-Miller-Straße die Einführung einer Tempo-30-Zone, nachdem dort am Wochenende bei einem schweren Unfall zwei Menschen ums Leben gekommen sind +++ feiert die Polytechnische Gesellschaft ihren 15. Geburtstag +++ kämpft auch das Instituto Cervantes mit den Corona-Folgen. Die Zahl der Sprachschüler sinkt, die Kultur aber wandert ins Netz.

          Bleiben Sie gesund,

          Marie Lisa Kehler

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          Nebel am Morgen, der sich nur zögernd oder gar nicht auflöst. Dazu maximal sechs Grad. Weiter trist und grau, nachts um null Grad.

          Geburtstag haben am

          Mittwoch, 25. November

          Konrad Klemmer, Zoologe, ehemaliger Leiter der Senckenberg-Schule zur Ausbildung technischer Assistenten für naturkundliche Museen, Frankfurt (90)
          Eugen Hahn, Inhaber und Betreiber des Frankfurter Jazzkellers (79)
          Jörg Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, Mainz (61)
          Michael Cole, Geschäftsführer von Hyundai Motor Europe, Offenbach (57)
          Karsten Schmal, Präsident des Hessischen Bauernverbands, Friedrichsdorf, sowie Vizepräsident des Deutschen Bauernverbands (55)
          Fabrizio Guidi, Vorsitzender der Geschäftsführung der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt (52).

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