Haus der Demokratie : Projekt auf dem Abstellgleis

Das Haus der Demokratie wird Jahre auf sich warten lassen. Schlimmer noch: Eine fragmentierte Realisierung könnte die ursprüngliche Idee verwässern. Alles könnte einfacher sein, wenn Magistrat und Stadtverordnete mehr Mut zur Klarheit hätten.
Die Meldung ist erst ein paar Tage alt. Und für die Stadt Frankfurt und ihre Bürger bringt sie eine schlechte Nachricht: „Über das umstrittene Haus der Demokratie an der Frankfurter Paulskirche wird noch länger diskutiert. Vor 2028 wird mit dem Bau nicht begonnen“, ist dort zu lesen. Und weiter: Beim geplanten Haus der Demokratie an der Paulskirche dürfe man den Begriff „Haus“ nicht wörtlich nehmen, wird Beate Huf zitiert, die Leiterin der beim Oberbürgermeister angesiedelten Stabsstelle, die das Projekt federführend vorantreibt. Mit solchen Formulierungen aber treibt man keine großen Ideen voran. Im Gegenteil: Ein Haus der Demokratie, das auf mehrere Liegenschaften verteilt wird, wird eben kein solches werden. Damit wird man den Bundespräsidenten nicht begeistern können. Auch die Bürger werden den Weg in ein solches Gedankengebäude gar nicht erst finden. Denn mehr wird es dann nicht sein.
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