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Im Gespräch: Hans-Jürgen Birkholz : „Der Polizist befahl: Die Leute in Viererreihen ordnen!“

Harte Prüfung: Bei einer Diskussion mit Max Horkheimer im Jahr 1967 musste Asta-Vorsitzender Hans-Jürgen Brinkholz (links) für den schwerhörigen Professor die Fragen aus dem Publikum wiederholen. Das gelang ihm nicht besonders gut. Bild: Barbara Klemm

Reformer unter Revolutionären: Hans-Jürgen Birkholz erzählt von Strafanzeigen, die er als Studentenvertreter kassierte, unverständlichen Adorno-Vorlesungen – und einem missglückten Besuch in Bonn.

          5 Min.

          Zu Beginn des Interviews legt Hans-Jürgen Birkholz Fotos auf den Tisch. Eines zeigt ihn in einem Anzug von der Art, wie sie der chinesische Staatschef Mao Tse-tung trug. „Dafür schäme ich mich heute noch“, sagt Birkholz. Dann zeigt er das Selbstbezichtigungsschreiben eines SDS-Funktionärs, der darin zugibt, den Schah von Persien als „Mörder“ bezeichnet zu haben. Als 1967 in Berlin Demonstranten wegen Beleidigung des Monarchen angeklagt worden waren, hatte Birkholz alle Studenten dazu aufgerufen, sich öffentlich zum Protest gegen den Herrscher zu bekennen. Zehntausende taten es. Birkholz meint: „Das war mein größter Erfolg.“

          Sascha Zoske
          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Hier ist ein Foto, das Sie als Asta-Vorsitzenden auf einer Veranstaltung mit dem früheren Frankfurter Uni-Rektor Max Horkheimer zeigt.

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