Im Gespräch: Hans-Jürgen Birkholz : „Der Polizist befahl: Die Leute in Viererreihen ordnen!“

Reformer unter Revolutionären: Hans-Jürgen Birkholz erzählt von Strafanzeigen, die er als Studentenvertreter kassierte, unverständlichen Adorno-Vorlesungen – und einem missglückten Besuch in Bonn.
Zu Beginn des Interviews legt Hans-Jürgen Birkholz Fotos auf den Tisch. Eines zeigt ihn in einem Anzug von der Art, wie sie der chinesische Staatschef Mao Tse-tung trug. „Dafür schäme ich mich heute noch“, sagt Birkholz. Dann zeigt er das Selbstbezichtigungsschreiben eines SDS-Funktionärs, der darin zugibt, den Schah von Persien als „Mörder“ bezeichnet zu haben. Als 1967 in Berlin Demonstranten wegen Beleidigung des Monarchen angeklagt worden waren, hatte Birkholz alle Studenten dazu aufgerufen, sich öffentlich zum Protest gegen den Herrscher zu bekennen. Zehntausende taten es. Birkholz meint: „Das war mein größter Erfolg.“
Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen (Originalpreis: 13,80 €) jetzt nur 0,99 €
Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen (Originalpreis: 13,80 €) jetzt nur 0,99 €
- Mit einem Klick online kündbar





