Andere Städte, gleiche Nöte : Andere Städte –Gleiche Nöte
In München werden gleich drei Museen parallel saniert. In Dresden ist ein Essensanbieter insolvent gegangen, sodass einige Kindertagesstätten nun kein Essen mehr bekommen.
An diesem Montag ist es so weit: Das Valentin-Karlstadt-Musäum in München wird für rund 18 Monate bis Mitte 2026 schließen. Aus Sicherheitsgründen durften sich zuletzt nur noch 50 Besucher im Isartor aufhalten. Nach den Bauarbeiten zieht das Musäum mitsamt Turmstüberl wieder ein. Die Dauerausstellungen werden in der Zwischenzeit überarbeitet, aktualisiert und neugestaltet. So weit, so gut, wenn da nicht noch zwei andere Museen in der Stadt wären, die schon wegen Sanierungsarbeiten geschlossen sind. „Wer plant denn sowas?“, fragt sich deshalb die „Süddeutsche Zeitung“. „Was nun im Valentin-Musäum saniert wird, wirkt wie ein Sketch des Meisters selbst.“ Am Ende der Arbeiten werde das ohnehin winzige Museum, das in die Seitentürme des Isartors hineingepuzzelt sei, noch weniger Ausstellungsfläche haben als bisher. Das Münchener Stadtmuseum ist seit 8. Januar geschlossen und wird für mehrere Jahre grundsaniert. Die Neueröffnung ist erst 2031 geplant. Davon sind knapp fünf Jahre für den Umbau eingeplant, die restliche Zeit wird für Auszug, Umzug und Wiedereinzug genutzt, das Testen der neu verbauten Technik sowie der Einrichtung der neuen Dauer- und Sonderausstellungen. Die Villa Stuck ist schon seit Sommer 2023 wegen Sanierungsarbeiten geschlossen und soll im nächsten Sommer wieder ihre Tore öffnen. „Wenn die Sanierungen dieser drei Museen so lange dauern wie die Runderneuerung des Altstadtringtunnels . . . dann gute Nacht“, schreibt die „Süddeutsche Zeitung“.
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