Mainz Fastnacht Rosenmontag : Rosenmontagszug in Mainz: Stimmung trotz Trainerwechsel

Als ,rollende Satire' präsentieren die Mainzer Fastnachter an Rosenmontag ihre Motivwagen: Doch der Spaß wird auch immer teurer..
Nicht zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte hat der FSV Mainz 05 ausgerechnet an einem Rosenmontag seinen Trainer freigestellt: Diesmal traf es Jan Siewert. Die gegen Mittag kommunizierte Personalentscheidung war in der Stadt nach der 1:3-Pleite gegen Stuttgart allerdings auch genau so erwartet worden. Kein Grund also für die laut Polizei wohl mehr als 500.000 Besucher des Narrentreibens, in Trübsal zu verfallen. Stattdessen wurde die große Parade mit bald 10.000 Teilnehmern, die um 11.11 Uhr auf der Boppstraße gestartet war, wie gewohnt von den Zuschauern bejubelt. Schließlich kommt man auch nur so, also durch besonders lautes Helau-Rufen, an die begehrte Wurfware, die von den vorbeifahrenden Wagen geschmissen wird, um dem Narrenvolk die Taschen respektive die Münder zu stopfen. Mit etwas Glück gibt es für die Wartenden an der insgesamt sieben Kilometer langen Strecke durch die Mainzer City nicht nur Bonbons und Popcorn, sondern womöglich, wenn gerade wieder die spendablen Metzger unterwegs sind, ein Schnippelchen „echt Meenzer Fleischworscht“. Als Wohltat für die Augen und Anregung für den Geist wollen die Wagenbauer ihre mit viel Liebe zum Detail geschaffenen Karikaturen verstanden wissen, die nicht allein der Größe wegen zu den herausragenden Attraktionen eines jeden Rosenmontagszugs gehören. Weil der „Spaß uff de Gass’“ allerdings auch immer teurer wird, brachte der Mainzer Carneval-Verein von 1838 diesmal nur noch insgesamt neun „rollende Satiren“ auf die Straßen.
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