Frankfurter Stadtgeläut : Glockenspektakel mit neuem Akzent

Am Samstag vor Pfingsten war das traditionelle Große Frankfurter Stadtgeläut zwar verkürzt, dafür aber mit ausführlichem Auftakt zu hören. Nicht allen Zuhörern gefällt das veränderte Konzept.
Das Vorwort übernimmt auch diesmal die Bürgerglocke der Paulskirche – was sich für eine Stadt wie Frankfurt, in der Fürsten so gut wie nie das Sagen hatten, auch so gehört. „Bürgerglocke heiße ich, der Bürger Rechte künde ich“, steht auf der Rippe des riesigen, auf ein tiefes Fis gestimmten Instruments, das sich am Samstag um 16.25 Uhr im Turm der Paulskirche in Bewegung setzt. Seine Botschaft teilt sich den mehreren hundert Bürgern, die sich zum Stadtgeläut am Vorabend des Pfingstfestes in der Innenstadt eingefunden haben, natürlich nicht direkt mit. Was jedoch fast jeder hier zu wissen scheint: Das Klangspektakel ertönt diesmal in der ersten Viertelstunde nicht in der 1954 von dem Mainzer Musikwissenschaftler Paul Smets festgelegten Form.
Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen (Originalpreis: 13,80 €) jetzt nur 0,99 €
Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen (Originalpreis: 13,80 €) jetzt nur 0,99 €
- Mit einem Klick online kündbar





