Frankfurter Bankhaus : Welche Rolle spielte die Bethmann-Bank in der NS-Zeit?

Eine Historikerin hat die Rolle der Frankfurter Bethmann-Bank in der Nazizeit rekonstruiert. Als Institution ist dem Bankhaus wenig vorzuwerfen, mit Blick auf ihren ehemaligen Chef ergibt sich ein anderes Bild.
Im Jahr 1934, ein Jahr nach Hitlers Machtübernahme, hatte das Frankfurter Bankhaus Gebr. Bethmann mit einer finanziellen Schieflage zu kämpfen. Moritz von Bethmann, der Chef der Privatbank, entwickelte in dieser schwierigen Situation eine Idee. Die Bank, so seine Überlegung, könnte doch jene Teile ihres Bankgebäudes, die nicht mehr von ihr genutzt wurden, an die Stadt Frankfurt vermieten. Der NS-Oberbürgermeister Friedrich Krebs, der im März 1933 dem von den Nazis aus seinem Amt vertriebenen Oberbürgermeister Ludwig Landmann nachgefolgt war, wollte aber nicht mieten, sondern kaufen.
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