Wegen Coronavirus : Radklassiker Eschborn-Frankfurt und Pfingstreitturnier abgesagt

Vor fünf Jahren stoppte eine Terrorwarnung den Radklassiker von Frankfurt, nun muss das Rennen wieder ausfallen. Wegen des Coronavirus. Dem Pfingstreitturnier in Wiesbaden ergeht es nicht besser.
Zwischen 1962 und 2014 gab es jährlich ein Frankfurter Profirennen. Die Großveranstaltung, seit 1968 stets am 1. Mai ausgetragen, überstand alle Krisen und überdauerte auch die Doping-Verwerfungen im Radsport, die den lange namensgebenden Sponsor Henninger 2008 vergrätzten. Nach der Ausgabe von 2015, die aufgrund eines Terroralarms am Vorabend abgesagt werden musste, wird nun auch das diesjährige Rennen Eschborn-Frankfurt mit seinen insgesamt 18 Radwettbewerben nicht stattfinden. Jedenfalls nicht am angestammten Termin am Maifeiertag, teilten die Veranstalter am Mittwoch mit. Die Auswirkungen des Coronavirus lassen schließlich nicht nur die Räder stillstehen. „Die Entscheidung tut uns im Herzen weh. Aber damit leisten wir unseren Beitrag, die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Wir sind uns unserer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst, denn der 1. Mai steht seit über 50 Jahren für den Fahrradfeiertag. Aber derzeit ist ein unbeschwertes, gemeinsames Feiern des Fahrrades nicht möglich“, sagt Claude Rach, Geschäftsführer der Gesellschaft zur Förderung des Radsports, deren Gründer Hermann und Erwin Moos 1962 die Tradition des Rennens begannen.





